Vielseitigkeitssattel kaufen / Sattel kaufen

Sattel kaufen

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Sehr gutes Preis-/ Leistungsverhältnis Sehr guter Sattel für den Weg zum Fortgeschrittenen Exzellenter, professioneller Sattel
4 von 5 Sternen 4 von 5 Sternen 5 von 5 Sternen

Sättel sind der Knotenpunkt zwischen Reiter und Pferd. In verschiedenen Disziplinen des Pferdesports werden sie eingesetzt um das Pferd besser kontrollieren zu können oder um Sprünge abzufedern. Ein guter Sattel sollte angenehm für Pferd sowie Reiter, qualitativ hochwertig und nicht überteuert sein. Wir helfen ihnen beim Sattel kaufen.

Es gibt mehrere Arten von Sätteln, wir behandeln auf unserer Seite bis jetzt folgende Arten von Sätteln:

Westernsattel

DeSattel kaufenr Westernsattel kommt aus dem Westernreiten, besonders charakteristisch ist sein Horn vorne, hier wurde früher das Lasso festgemacht. Aber Achtung! Nur beim Roper ist das Horn noch stabil genug, um dem Zug eines Rindes wirklich standzuhalten. Zusätzlich benötigt man einen Bauchgurt für das Pferd, damit der Sattel entlastet wird. Der Westernsattel wir
d aber auch immer häufiger im Freizeitreiten eingesetzt. Dazu werden meist standardisierte Modelle verwendet, die keiner bestimmten Ausführung angehören. Wenn Sie näheres zu den Modellen erfahren möchten, lesen Sie unsere Unterseite zu Westernsätteln.

 

 

Dressursattel

Eine weitere Art des Sattels ist der Dressursattel. Der DressursatteDressursattell ist der spezielle Sattel für die Dressur, eine Disziplin des Pferdesports in dem Reiter und Pferd komplizierte Figuren ausführen müssen. Hier ist präzise Hilfengebung sehr wichtig, der Reiter sitzt nah am Pferd. Dressursättel sind meist sehr teuer. Wenn Sie nur Anfänger sind, sollten Sie überlegen, ob Sie mit einem VSD (Vielseitigkeitssattel mit Schwerpunkt Dressur) nicht besser bedient wären.

 

 

Springsattel

Speziell für das Springreiten konstruiert ist der Springsattel. Der Springsattel ist der Sattel für das Springreiten, bei dem Reiter und Pferd einen Parcour überwinden müssen. Beim Springreiten geht es eher um die gute Abfederung von Sprüngen als um die präzise Hilfengebung, deshalb ist der Sattel besser gepolstert. Wie auch Dressursättel sind Springsättel oft sehr teuer. Wenn Sie nur einfache Springen durchführen, sollten auch Sie über den Kauf eines billigeren VSS (Vielseitigkeitssattel mit Schwerpunkt Springen) nachdenken.

 

Vielseitigkeitssattel

Der VielseitiSattel kaufengkeitssattel oder auch VS ist der Standard-Sattel im Freizeitreiten und damit der beliebteste überhaupt. Ein guter VS ist zwar wichtig, aber nicht so relevant wie ein guter Sattel im Dressurreiten, wo man beim Sattel kaufen sehr auf individuelle Passformangaben oder ähnliches achten muss. Einen Vielseitigkeitssattel kann man auch für einfache Springen oder Grundlagen der Dressur benutzen. Es gibt auch Vielseitigkeitssättel mit einem Schwerp
unkt auf bestimmten Disziplinen, wie in etwa der Vielseitigkeitssattel mit Schwerpunkt Dressur (VSD), der sich durch ein längeres, geraderes Sattelblatt und kleinere Pauschen auszeichnet oder den Vielseitigkeitssattel mit Schwerpunkt Springen (VSS), den man an seinem weiter nach vorne geschnittenen, kürzeren Sattelblatt und den stärkeren Pauschen erkennt. Für alle Anfänger habe ich hier ein Bild, welches die grundlegenden Bestandteile eines Sattels erklärt:

VS mit Erklärung

Vielseitigkeitssattel mit Schwerpunkt Dressur

Vielseitigkeitssättel mit Schwerpunkt Dressur eignen sich besonders für Dressur-Anfänger gut. Sie sind viel billiger als normale Dressursättel und eignen sich auch für andere Dinge. Man kann auch zum Freizeitreiten einen Vielseitigkeitssattel mit Schwerpunkt Dressur nutzen, dieses sollte man aber nur tun, wenn man auch noch Dressur reitet. Auch wenn man im Freizeitreiten gerne ausgefallenere Sachen mit einem Pferd macht, für die man einen Dressursattel benötigt, ist ein guter Vielseitigkeitssattel mit Schwerpunkt Dressur nicht verkehrt. Zu Vielseitigkeitssätteln mit Schwerpunkt Dressur haben wir noch keine Empfehlungen, da Amazon momentan keine Vielseitigkeitssättel mit Schwerpunkt Dressur hat.

Vielseitigkeitssattel mit Schwerpunkt Springen

Vielseitigkeitssättel mit Schwerpunkt Springen sind auch für Freizeitreiter unter bestimmten Bedingungen sehr praktisch: Springsättel sind dafür konzipiert, Stöße möglichst abzudämpfen. Wem außerdem das Sitzgefühl bei einem Springsattel zusagt, sollte darüber nachdenken ob er beim Freizeitreiten nicht einen Vielseitigkeitssattel mit Schwerpunkt Springen nutzen möchte. Denn: Wenn man über unebenes Gelände reitet, kann ein guter Springsattel Zeit und Schmerzen für Pferd und Reiter sparen.

KERBL Sattel-Set

Unser Sieger in der Kategorie: Preiswert (~200€)

Das Sattel-Set von KERBL ist auch für den kleineren Geldbeutel eine sehr gute Lösung. Alles was man als Anfänger braucht ist inbegriffen, man kann direkt loslegen. Die Passform ist auswählbar. Durch die vielen Rezensionen anderer Kunden kann man sich sehr gut im voraus ein Bild vom Sattel machen. Einige Mängel sind zwar vorhanden, aber der Preis macht das ganze wieder wett. 3.7 von 5 Sternen Die 2 Amazon-Kunden vergeben im Durchschnitt 3.7 von 5 Sternen für das Produkt. Der Meinung unserer Reitlehrerin ist der Sattel auch für das Pferd bequem und passt gut..wir alle sind mit dem Sattel zufrieden (Amazon Kundenrezension). Auch qualitativ überzeugt der Sattel: Der Sattel ist sehr viel hochwertiger verarbeitet als es andere Sättel in dieser Preisklasse sind.

3.7 von 5 Sternen (2 Bewertungen)
Preis: ab --- Euro

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Barefoot Cheyenne Dry Tex

Unser Sieger in der Kategorie: Normal (~400€)

Mit Barefoot hat es ein Außenseiter in unsere Bestenliste geschafft. Aber trotzdem: Dieser Vielseitigkeitssattel ist ein sehr guter, qualitativ hochwertiger Sattel in der mittleren Preisklasse. Diesen Sattel empfehle ich in meiner Reitschule (bald auch Online-Anmeldung möglich, sonst nur vor Ort) allen Neulingen, da er kaum Mängel aufweist und nicht zu teuer ist. Meine klare Empfehlung an Anfänger und Fortgeschrittene. Wenn man wirklicher Profi ist oder genug Geld über hat, sollte man einen besseren Sattel kaufen. Es kommt immer auf die investierte Zeit an. Wer 2 Stunden die Woche reitet, kommt auch mit einem 100 Euro Sattel gut hin, wer 10 Stunden die Woche reitet und dementsprechend lange Ausritte macht ist mit einem guten Sattel besser bedient. Der Sattel ist sehr universell und hochwertig.. Die 0 Amazon-Kunden vergeben im Durchschnitt 0 von 5 Sternen für das Produkt.

Waldhausen WINTEC 2000 Vielseitigkeitssattel

Unser Sieger in der Kategorie: Hochwertig (über 600€)

Den WINTEC 2000 benutze ich momentan, ich kann nur positives berichten. Für mich als Freizeitreiter ein relativ stolzer Preis, aber es lohnt sich. Ich habe noch keine Mängel bemerkt und für mein Pferd und mich ist der Sattel top. Die 0 Amazon-Kunden vergeben im Durchschnitt 0 von 5 Sternen für das Produkt. Meine ausgesprohene Empfehlung für Menschen, die sich mit Leib und Seele fürs Reiten begeistern. WINTEC stellt wieder klar, dass Sie die besten hochwertigen Sättel produzieren.

Was macht einen guten Sattel in allgemeinen und einen Vielseitigkeitssattel im speziellen aus?

Zunächst einmal ist das natürlich ein gutes Preis/Leistungs-Verhältnis. Ein qualitativ hochwertiges Produkt zu einem geringen Preis - das ist das Werbeversprechen das uns fast alle Discounter und Läden geben. In der Realität sieht die Sache meist anders aus, wirkliche Qualität erhält man nur zu einem guten Preis. Aber wie bei allen für den Verbraucher speziellen Produkten gibt es Glücks- und Fehlgriffe. Bei einem Vielseitigkeitssattel ist das Risiko jedoch deutlich geringer, da Vielseitigkeitssättel alle sehr ähnlich sind. Wirkliche Fehler kann man beim Kauf eines Vielseitigkeitssattels also nicht machen. Ein anderer Punkt ist, ich kann es nicht oft genug betonen: Der Sattel muss angenehm für Pferd und Reiter sein. Zwingen Sie sich nicht zum Kauf, wenn Sie nichts Passendes finden.

Wie erkennt man am Verhalten vom Pferd dass der Sattel nicht richtig sitzt?

Ob ein Sattel passt, entscheiden nicht Zahlen und Werte, sondern Reiter und Pferd. Wir haben für Sie die besten Tipps zusammengestellt, an denen Sie erkennen können ob dem Pferd der Sattel angenehm ist. Vorab: Um dieses einschätzen zu können, müssen Sie das Pferd gut kennen. Reiten Sie mit dem Pferd. Testen Sie wie sich Ihr Pferd verhält wenn Sie es am langen Zügel gehen lassen, an den Zügel stellen, im Hals eng machen oder es versammeln. Achten Sie darauf, ob das Pferd willig läuft oder es an bestimmtem Stellen Widerstand zeigt. Es gibt aber auch konkrete Zeichen. Schlägt das Pferd mit dem Kopf, hält den Schweif schief, tickt es plötzlich oder drückt den Rücken weg sollten Sie den Sattel direkt beiseite legen.

Worauf muss man beim Sattelkauf achten?

Beim Sattel kaufen muss man hauptsächlich auf die Passformangaben und die benötigten Leistungen achten. Wenn man einen sehr professionellen Dressursattel braucht, muss man etwas tiefer in die Tasche greifen. Für Anfänger tut es aber auch ein VSD. Wichtig ist im Endeffekt nur, ob der Sattel dem Pferd und dem Reiter nicht wehtut und das Reiten angenehm macht. Sie sollten auch darauf achten, nicht übers Ohr gezogen zu werden. Diese Gefahr besteht vor allem in lokalen Läden, wenn Verkäufer merken dass Sie ein Anfänger sind. Nehmen Sie also Ihre(n) Reitleherer(in) mit oder kaufen im Internet, wo es Kundenrezensionen gibt.

Was sind Passformangaben und welche gibt es?

Passformangaben zeigen an, wie groß/ wie geneigt Teile des Sattels sind um den Sattel möglichst perfekt auf Pferd und Reiter abzustimmen. Beim Westernsattel schlagen die Passformangaben aus der Reihe, mehr dazu in unserem Artikel über Westernsättel. Um die Passformen zu ermitteln fragen Sie ihren Reitlehrer oder lesen Sie unseren Blog-Artikel: Ein Pferd vermessen. Man kann es nicht oft genug sagen: Das wichtigste sind nicht Zahlen und Werte, sondern das Empfinden von Pferd und Reiter. Die Passformangaben sind:

  • Widerrist

    • Der Widerrist ist bei allen Vierbeinern der erhöhte Übergang vom Hals zum Kopf. Am Widerrist sind die Knochen und Bänder der Wirbelsäule nur von einer dünnen Hautschicht geschützt. Am Widerrist verursachen falsch geformte Sättel oft Scheuerstellen. Der Widerrist wird von sogenannten Dornfortsätzen vom 3. bis zum 8. Wirbel gebildet. Der Sattel muss also so auf dem Pferd liegen, dass kein Druck auf den Widerrist ausgeübt wird. Als Faustregel: Der Sattel sollte beim Widerrist etwa drei bis vier Finger in der Höhe und zwei bis drei in der Breite Platz haben. Wenn Sie im Sattel sitzen, überprüfen Sie die Widerristfreiheit erneut. Auch jetzt sollten ein bis zwei Finger Platz sein. Als verantwortungsbewusster Reiter sollten Sie auf diesen Abstand achten. Also: Beim Sattel kaufen lieber einen zu viel austesten als einen zu wenig. Bei Online-Händlern wie Amazon, Ebay und co kann man Ware einfach zurückschicken.

Widerrist

  • Kammerweite

    • Die Kammerweite bestimmt die Breite eines Sattels. Ist der Sattel zu schmal, hat der Widerrist nicht genügend Freiraum. Ist der Sattel zu breit, liegt er nicht stabil. Die Kammerweite wird fast immer angegeben. Messen Sie einfach ihr Pferd. Die Kammerweite hängt auch von den Schulterblättern ab. Um das zu verstehen, muss man etwas über die Anatomie der Pferde wissen. Wenn sich das Vorderbein beim Laufen nach vorne habt, dreht sich das Schulterblatt nach hinten oben. Dieses befördert die Schulter etwa eine Handbreit nach hinten. Ist die Kammer nicht weit genug, kann das Schulterblatt nicht unter die Kammer gleiten und stößt bei jedem Schritt an den Sattel. Um das zu testen, legen Sie den Sattel auf das Pferd und gurten Sie ihn an. Stellen Sie sich neben das Pferd mit Blick zur Kruppe. Die vom Pferd wegzeigenden Hand legen Sie auf die Schulterblattspitze, mit der anderen nehmen Sie das Vorderbein hoch und simulieren einen Schritt. Verschwindet das Vorderbein unter dem Sattel, ist alles in Ordnung. Stößt das Schulterblatt gegen den Sattel oder verrutscht er, ist der Sattel zu schmal.
  • Winkelung

    • Zur Passform des Sattels gehört auch die Winkelung. Die Winkelung vom Kopfeisen bestimmt, wie der Sattel vorne an der Schulter aufliegt, die des Baumes wie er auf dem Rücken aufliegt. Um den Winkel des Kopfeisens zu testen, legen Sie den Sattel auf. Legen Sie ihre Hand auf die Schulter des Pferdes und schieben die Hand zum Sattel. Der Winkel des Sattels sollte mit dem Winkel der durch ihre Hand verlängerten Schulter übereinstimmen. Um die Winkelung der Sattelkissen zu überprüfen, fahren Sie mit der Hand unter dem Kissen entlang. Der Druck sollte überall in etwa gleich groß sein.
  • Breite des Wirbelkanals

    • Pferde haben eine sehr empfindliche Wirbelsäule. Außerdem muss diese beim Reiten das ganze Gewicht des Reiters tragen. Um zu überprüfen ob der Sattel bei der Wirbelsäule ideal sitzt, tasten Sie die Dornfortsätze ihres Pferdes in der Sattellage ab. Die Dornfortsätze sind in etwa murmelgroß. Hinter den Dornfortsätzen fühlen Sie die elastischen Bänder, die sich in etwa wie eine gut aufgepumpter Ball  anfühlen. Dahinter kommt der deutlich weichere Muskel. Wenn Sie die Bänder erfühlt haben, schätzen Sie wie viel Raum diese einnehmen. So breit sollte der Wirbelkanal dann auch sein
  • Sattellänge

    • Der Sattel darf höchstens von der letzten Rippe zum Schulterblatt gehen, da der Sattel sonst durch Ihr Gewicht die Organe des Pferdes (Milz, Nieren, Darm) beschädigen könnte. Das Schulterblatt können Sie spüren, wenn Sie vom Widerrist nach unten fühlen. Sie spüren nun eine halbmondförmige, klar tastbare Struktur. Dieses ist sich an der Oberkante des Schulterblattes befindlicher Knorpel. Hier darf der Sattel nicht sein, sonst verursacht er Schäden am Schulterblatt. Die hintere Begrenzung, die letzte Rippe finden Sie, wenn Sie den Bauch auf halber Höhe entlang fahren. Sie sollten ungefähr eine Handbreit vor dem Hüfthöcker fühlen. Die Bauchwand sollte nun eindrückbarer und weicher werden. Sie haben die letzte Rippe gefunden. Verfolgen Sie die Rippe nach oben zur Wirbelsäule. Alternativ können Sie sich am Fell orientieren. Die Wuchsrichtung des Fells ändert sich aufgrund des Wirbels von vorne nach hinten. Die Linie, die die unterschiedlichen Wuchsrichtungen bilden stimmt an der Wirbelsäule fast immer mit der letzten Rippe überein. Wenn Sie nicht darauf achten, dass der Sattel mit der letzten Rippe abschließt, können Organe beschädigt werden und es kommt zu einem Festmachen des Rückens. Die Pferde ziehen ihren Rücken nach oben um dem Druck zu entgehen und schränken dabei Atmung und Bauchmuskulatur ein. Als Folge haben Sie ein festes, triebiges und somit nicht leistungsfähiges Pferd am Hals. Wenn der Sattel im Lendenbereich aufliegt, wird er mit jedem Schritt nach vorne gestoßen und liegt somit wieder auf dem Schulterblatt. Manche Pferde reagieren auf eine Überbelastung hinten auch mit Bocken oder Treten. Sie müssen also einen nicht zu kurzen und vor allem nicht zu langen Sattel kaufen.
  • Schwung/Sattellage

    • Der Schwung beschreibt die Krümmung der Sattelfläche, die Auflagefläche die Fläche mit der der Sattel auf dem Pferd aufliegt. Der Sattel muss also so geschwungen sein, dass die Belastung die der Reiter verursacht möglichst gleichmäßig auf den Pferderücken verteilt wird. Der Schwung ist die Krümmung des Sattels. Wenn ein Sattel zu wenig Schwung hat, also nicht stark genug durchgebogen ist kommt es zu einem Brückeneffekt. Der Sattel liegt nur vorne und hinten richtig auf. Dieses bereitet dem Pferd Schmerzen. Die zwei Auflagepunkte nennt man Druckspitzen. Wenn der Sattel zu viel Schwung hat, ist das ganze noch schlimmer. Der Sattel liegt nur an einer Stelle richtig auf und liegt nicht stabil. Die entstehende Druckspitze bereitet dem Pferd Schmerzen. Hinzu kommt, dass ein zu stark geschwungener Sattel dem Pferd ein falschen Reitverhalten anerzieht. Das Pferd wölbt seinen Rücken nach unten. Um den Schwung zu testen legen Sie den Sattel auf, gurten ihn aber nicht an. Nun fühlen Sie mit der flachen Hand von hinten unter den Sattel und achten darauf, das der Druck überall gleichmäßig ist. Achten Sie auf jeden Fall auf das Verhalten des Pferdes. Sie können den Druck auch mit technischen Hilfsmittel messen. Dazu werden Decken benutzt. Solche Messdecken gibt es in vielen Formen. Bei sehr aufwendigen Messdecken sind elektronische Sensoren eingearbeitet. Die Daten lassen sich sehr einfach auswerten - klappte auch für Technik-Allergiker wie mich 😉 - und so kann man gut erkennen in welchen Situationen der Sattel das Pferd wo belastet. Die einfachen Testdecken liefern ein einziges Komplettergebnis nach dem Ritt, hochwertige bestehen aus thermoelastischem Schaum der sich nur verformt wenn der Sattel auf dem Pferd liegt. Am einfachsten und auch selber herstellbar sind Knetpads, bei denen man einfach schaut wo am meisten Knete verdrängt wurde. Aber: Am besten den Sattel kaufen, der für das Pferd und den Reiter am angenehmsten ist

Wie Sie gemerkt haben, sind Sattellänge und Schwung am wichtigsten. Beim Sattel kaufen sollten Sie aber immer auf alles achten. Niemals sollten Sie "Details" vernachlässigen weil der Sattel gut aussieht oder Ihnen bequem ist. Wer reitet trägt Verantwortung